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Der Möhneseeturm

Wie ein Leuchtturm im Waldmeer wirkt der rund 40 Meter hohe Möhneseeturm. Seit Ende 2014 ragt seine zu diesem Bild passende Kuppel hoch über den Baumwipfeln des Arnsberger Waldes. Errichtet wurde der freistehende Turm am Rennweg, nahe dem Südufer, und somit direkt an der Sauerland Waldroute. Er steht auf einer der höchsten Erhebungen nahe des Sees.

Der quadratische Turm (sechs mal sechs Meter) wurde so konstruiert und platziert, dass er für die tierischen Waldbewohner keinen Fremdkörper darstellt. So wurde das Stahlskelett mit Douglasien-Kanthölzern verkleidet. Die so entstandene Holzfassade, ist zur Hauptblickrichtung gen Norden offener gehalten als zum Naturpark hin.

Wer die 206 Stufen gemeistert hat, dem eröffnet sich von der Plattform aus ein grandioses 360-Grad-Panorama über weite Teile des Arnsberger Waldes und des Möhnesees. Körbecke, der größte und wichtigste Ortsteil der Gemeinde Möhnesee, liegt einem zu Füßen. Bei gutem Wetter reicht die Fernsicht bis nach Dortmund, Münster und Paderborn, bis hoch zum Kahlen Asten, weit hinein ins Sauerland und sogar bis zum Teutoburger Wald. Weithin sichtbar ist aber auch der Aussichtsturm selbst.

So beliebt der am 11. Dezember 2014, fünf Monate nach Baubeginn, freigegebene Möhneseeturm auch ist, so umstritten war auch sein Bau. Trotz seiner naturnahen Gestalt warfen Naturschützer den Erbauern von Anfang an eine Abkehr vom sanften Tourismus vor. Dabei sind die hohen Baukosten von rund 700.000 Euro maßgeblich auch den anspruchsvollen Naturschutzauflagen geschuldet.

Der Aussichtsturm steht auf einem 133 Tonnen schweren Fundament aus Beton. Die Stahlkonstruktion wiegt 75 Tonnen, die Holzverkleidung bringt es auf zusätzliche 16 Tonnen. Die Aussichtplattform befindet sich in 38,8 Metern Höhe, die Kuppel endet in 42,5 Metern Höhe.

Der Weg zum Turm

Der Möhneseeturm ist über bestehende, gut ausgebaute Forstwirtschaftswege zu Fuß und mit dem Fahrrad erreichbar. Wer mit dem Auto anreist, parkt auf dem kostenpflichtigen Wanderparkplatz „Möhneseeturm“ (vormals „Trimmpfad“), der etwa ein Kilometer vom Turm entfernt liegt.

Der Weg zum Parkplatz als auch zum Turm selbst ist durch Wegweiser gut ausgeschildert. Der breite Schotterweg zum Möhneseeturm ist auch mit Kinderwagen und Rollator zu bewältigen. Lediglich die auf dem Weg liegende Wildbachbrücke auf Holzstelzen ist nicht räder- und rollenfreundlich. Der Anstieg zum Aussichtsturm ist langgezogen und deshalb auch für weniger sportliche Besucher gut zu bewältigen.

Alternativ ist der Turm vom kostenlosen Parkplatz „Torhaus“ nach 1,5 Kilometern Fußmarsch zu erreichen (wahlweise Wanderweg A5 oder X östlicher Richtung).

Rund um den Möhneseeturm laden mehrere Holzbänke zu einer Rast ein. Der Turm selbst kann nur über Gitterstufen bestiegen werden. Die letzten Meter bis zur Plattform erreicht man über eine engere Spindeltreppe. Bei Wind sind auf dem Turm leichte Schwankungen wahrnehmbar.