• Wasser, Wald & Mehr!

    Ein riesiger See. Aufgestaut von einer gigantischen Talsperre.
    Umgeben von fruchtbaren Feldern, endlosen Wäldern und saftigen Wiesen.
    Für Radfahrer, Wassersportler und Wanderer. Für Erholungssuchende und Entdeckungslustige.

Der Möhnesee

größter see in nrw

Der Möhnesee ist einer der größten und schönsten Stauseen in Deutschland. Seine idyllische Lage am Rande des Sauerlands und die Nähe zum Ballungsraum Ruhrgebiet, machen ihn zu einem bedeutenden Naherholungsgebiet. Aber nicht nur Tagesausflügler, sondern auch Langzeiturlauber zieht das „Westfälische Meer“ magisch an. Gibt es hier doch nicht nur viel zu entdecken, sondern auch jede Menge zu unternehmen.

Der Möhnesee fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, ganz so, als ob er natürlich entstanden sei. Dabei wurde der 1.500 Fußballfelder große See vom Menschen geschaffen; in erster Linie um Energie und Trinkwasser zu gewinnen. Begonnen hat alles mit dem Bau der Möhnetalsperre im August 1909. Die imposante Sperrmauer aus Bruchsteinen ist zweifelsfrei die Hauptattraktion der Region. Erst sie hat die Aufstauung des riesigen Möhnesees möglich gemacht.

Während der See selbst ein Eldorado für Wassersportler ist, bietet er ringsum ein Paradies für Naturfreunde. Die südliche Hälfte des Möhnesees ist komplett vom Naturpark Arnsberger Wald umgeben. Das abwechslungsreiche und weitläufige Waldgebiet ist ideal für erholsame Spaziergänge und ausgedehnte Wanderungen. Wer lieber das Wasser im Auge behält, der flaniert auf den zahlreichen Wegen direkt am See. Die 40 Kilometer Uferlänge eigenen sich auch perfekt für alles, was Räder und Rollen hat.

Nicht nur der Mensch weiß die Schönheit des Möhnesees zu schätzen, auch Pflanzen, Pilze und Tiere fühlen sich hier wohl. Aufgrund seiner großen Fischvielfalt genießt das Gewässer einen hervorragenden Ruf als Angelrevier.

Das südlich gelegene Naturschutzgebiet Hevearm und Hevesee ist 320 Hektar groß und dient dem Schutz überregional bedeutsamer Biotope sowie seltener Pflanzen- und Tierarten. Von August bis April finden sich hier alljährlich mehrere zehntausend Wasservögel zu einem teilweise monatelangen Aufenthalt ein. Sie machen den Möhnesee zu einem Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung.

Während im Süden die waldreichen Naturschutzgebiete dominieren, wandelt sich die Landschaft im Norden des Stausees bis zum Haarstrang nach und nach in fruchtbare Felder und saftige Wiesen. Gerade mal zehn Kilometer nördlich liegt die alte Hansestadt Soest. Sie ist nur eins der vielen Ausflugsziele rund um den Möhnesee, der auch aufgrund der Sehenswürdigkeiten in seiner Umgebung ein attraktives Ausflugs- und Urlaubsziel ist.

Der Möhnesee aus der Vogelperspektive

250.000

Bruchsteine

1913

Einweihung

134,5 Mio. m³

max. Stauinhalt

100 %

Erholung

  • Wandern

    Schritt für Schritt durch Felder und Wälder, über Stock und Stein.

  • Radfahren

    Sechs Radrundtouren für jede Kondition.

  • Schifffahrt

    Auf der MS Möhnesee gemütlich über den See schippern.

  • Golfen

    Einlochen auf unkonventionelle Art und Weise.

  • Tennis

    Schlagabtausch im Freien oder unter dem Dach.

Schon gewusst?

Wissenswertes über den Möhnesee

Der britische Musiker James Blunt lebte als Kind zwei Jahre in einem Haus direkt am See, während sein Vater als Soldat in der Nähe stationiert war. Blunt über diese Zeit: „Ich habe es geliebt. Es war die schönste Zeit meiner Kindheit.“

Am 27. August 1909 begann das Unternehmen D. Liesenhoff aus Dortmund mit den Maurerarbeiten an der Staumauer, die damals eine der größten Baustellen Europas war. Bereits Mitte Oktober 1912 – und damit ein volles Jahr vor dem vertraglich vereinbarten Termin – konnte das gewaltige Bauwerk fertiggestellt werden. Das Bauunternehmen sicherte sich so den Höchstbonus von 180.000 Mark.

Zur Einweihung der Möhnetalsperre am 12. Juli 1913, nachdem der See vollgelaufen war, kamen hunderte geladene Gäste. Ihnen wurde ein exquisites Sechs-Gang-Menü kredenzt, zu dem unter anderem Forellen aus dem Möhnesee, Dicke Bohnen, Westfälischer Schinken und Arnsberger Wildschnitte gehörten. Zum 100-jährigen Jubiläum 2013 haben heimische Gastronomen das Festmenü von einst wieder aufleben lassen.

Die Möhnetalsperre ist trotz ihrer Monumentalität ständig in Bewegung, was regelmäßige Kontrollmessungen des Ruhrverbands eindeutig belegen. Eine Neigung von bis zu vier Millimetern pro Seite gilt als normal.

Leider zieht die Möhnetalsperre immer wieder auch Lebensmüde an. Durchschnittlich zwei Selbstmorde pro Jahr werden am Möhnesee begangen. Nicht nur von der Sperrmauer aus, sondern auch von den Brücken, die über den See führen.

Um eine Talsperre zu schaffen, die dem Schönheitsempfinden der Zeit Rechnung trug, hat der Ruhrtalsperrenverein 1907 einen Architekturwettbewerb veranstaltet, der zur beachtlichen Zahl von 72 eingereichten Entwürfen führte.

Im Zweiten Weltkrieg sprengte eine britische Bombe im Rahmen einer lang geplanten Militäroperation ein riesiges Loch in die Möhnetalsperre. Die bis zu sieben Meter hohe Flutwelle kostete über 1.500 Menschen das Leben.

Während die Möhnetalsperre in Deutschland eine von vielen ist, kennt sie in Großbritannien fast jedes Kind. Die Soldaten der Royal Air Force, die den kühnen und verheerenden Angriff auf die Talsperren im Sauerland flogen, werden dort bis heute als Helden gefeiert und nur noch als „Dam Busters“ („Dammbrecher“) bezeichnet.

Das heutige Sabe Mente mit Blick auf die Möhnetalsperre, war während des Baus der Sperrmauer die von einem Italiener geführte Kantine für die vielen hundert am Bau beteiligten Arbeitskräfte.

Im Stauwurzelbereich, also dort, wo die Heve und die Möhne in den See fließen, wurden beim Bau der Möhnetalsperre zwei Vorbecken angelegt. Die beiden festen Wehre der Vordammabsperrbauwerke bewirken einen relativ gleichmäßigen Wasserstand, wodurch ein Versumpfen im flachen Zulaufbereich der Talsperre vermieden wird. Zudem entstanden so von der Hauptsperre abgegrenzte Wasserkörper, die aufgrund ihrer besonderen gewässerbiologischen Eigenschaften der Wasserqualität zuträglich sind.

Die Ausflugsschifffahrt auf dem Möhnesee wurde bereits am 1. Mai 1913 aufgenommen, als sich der See noch im Aufstau befand. Gleich vier Boote mit Platz für jeweils 70 Fahrgäste verkehrten damals auf dem Gewässer und wurden von Anfang an rege genutzt.

Die Wehrmacht zerstörte im Zweiten Weltkrieg alle Brücken über den Möhnesee. Bis auf die Körbecker Brücke wurden in den ersten Nachkriegsjahren alle Brücken repariert. Ersatzweise verkehrte von 1954 bis 1965 eine kostenlose Fähre zwischen Nord- und Südufer. 1965 wurde in Körbecke die damals längste Fußgängerbrücke Europas fertiggestellt und infolgedessen die auch bei Gästen beliebte Fährverbindung eingestellt.

Das Schiefergestein, das kaum Wasser hindurchlässt, hat den Aufstau des Möhnesees erst möglich gemacht. Die „Waschfrau“ an der Brückenstraße in Körbecke, die der Künstler Fritz Viegener im Jahre 1937 schuf, markiert den Punkt, wo sich die Gesteinsschichten aus dem Münsterland und aus dem Sauerland treffen. Das von der Haar herabfließende Wasser wird durch das dichte Schiefergestein an die Oberfläche beförderter. Vermutlich diente der Spring früher tatsächlich als Waschplatz.

Typisch für den Möhnesee sind die Wandermuscheln, die in der Regel unsichtbar am Seegrund leben und auf dem Speiseplan einiger Wasservögel stehen. Wenn der Pegel des Möhnesees so stark sinkt, dass ausholende Landzungen sichtbar werden, sterben die zur Familie der Dreikantmuscheln zählenden Lebewesen ab und müssen ihre Population neu aufbauen.

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